Dispatch, das episodische narrative Abenteuer von AdHoc Studio, wurde nach der früheren Veröffentlichung auf PC und PlayStation 5 auf Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 erweitert. Während das Kernerlebnis intakt bleibt, haben die Nintendo-Versionen aufgrund von Unterschieden in der Darstellung bestimmter reifer Elemente Diskussionen über Zensur ausgelöst. Diese Änderungen sind nicht an die Struktur oder die Storyline des Spiels gebunden, sondern an plattformspezifische Präsentationsentscheidungen, die sich auf die visuellen und in begrenzten Fällen auch auf die Audioelemente auswirken.
Wie die Switch-Version mit reifen visuellen Elementen umgeht
Einer der bemerkenswertesten Unterschiede zwischen Dispatch auf Nintendo Switch und anderen Plattformen ist der Umgang mit expliziten visuellen Elementen. Auf PC und PlayStation 5 enthält das Spiel eine Option zur visuellen Zensur, die es den Spielern ermöglicht zu wählen, ob bestimmte reife Bilder ohne Maskierung angezeigt werden sollen. Auf Nintendo Switch und Switch 2 ist diese Option nicht verfügbar. Stattdessen wird standardmäßig eine visuelle Maskierung angewendet, die vom Spieler nicht deaktiviert werden kann.
Dies führt zur Verwendung von schwarzen Balken oder ähnlichen visuellen Hindernissen während Szenen, die Nacktheit oder explizite Gesten beinhalten. Die Szenen selbst laufen wie vorgesehen ab, aber ihre Präsentation ist verändert. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sie die Diskussion weniger um entfernte Inhalte und mehr darum dreht, wie diese Inhalte auf Nintendo-Hardware dargestellt werden.
Audio- und Präsentationsunterschiede in spezifischen Szenen
Zusätzlich zur visuellen Maskierung gibt es Berichte über mindestens eine Szene, in der sich die Audio-Präsentation auf Nintendo Switch unterscheidet. Eine Sequenz, die in anderen Versionen zuvor Gesang enthielt, wird auf Nintendo-Plattformen ohne Dialog oder Gesang dargestellt, selbst wenn die Einstellungen für Obszönitäten aktiviert sind. Diese Änderung scheint begrenzt zu sein, verstärkt aber die Vorstellung, dass die Switch-Version strengere Kontrollen für bestimmte Arten der reifen Präsentation anwendet.
Trotzdem sind allgemeine Einstellungen für Obszönitäten weiterhin verfügbar, die es den Spielern ermöglichen zu entscheiden, ob starke Sprache während des Gameplays gefiltert werden soll. Die Anpassungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die visuelle und sensorische Präsentation und nicht auf den narrativen Inhalt.
Storefront-Artwork und regionale Präsentation
Außerhalb des Gameplays hat Dispatch auch aufgrund von Unterschieden im Werbe-Artwork im digitalen Store von Nintendo Aufmerksamkeit erregt. In einigen Regionen wurde Artwork, das mit herunterladbarem Inhalt verbunden ist, mit konservativeren Bildern dargestellt als Angebote auf anderen Plattformen. Dies beeinträchtigt zwar nicht den In-Game-Inhalt, hat aber zur breiteren Wahrnehmung beigetragen, dass Dispatch auf Nintendo-Plattformen stärker eingeschränkt ist.
Diese Unterschiede im Store werden oft von regionalen Standards und Plattformrichtlinien beeinflusst und spiegeln nicht unbedingt Änderungen am tatsächlichen Spielerlebnis wider.
Plattformrichtlinien und Entwicklerreaktion
AdHoc Studio hat die Situation angesprochen, indem es erklärte, dass verschiedene Plattformen während des Einreichungs- und Genehmigungsprozesses unterschiedliche Inhaltsstandards anwenden. Laut dem Entwickler wurden Anpassungen an Dispatch auf Nintendo Switch und Switch 2 in Zusammenarbeit mit Nintendo vorgenommen, um diese Anforderungen zu erfüllen. Die Entfernung des Schalters für visuelle Zensur spiegelt diese plattformspezifischen Kriterien wider und nicht die Entscheidung, die Story oder den Ton des Spiels zu ändern.
Dieser Ansatz ist bei Multiplattform-Veröffentlichungen nicht ungewöhnlich, insbesondere wenn Spiele reife Themen enthalten, die mit unterschiedlichen Zertifizierungs- und Store-Richtlinien übereinstimmen müssen.
Was Nintendo Switch-Spieler erwarten sollten
Spieler, die Dispatch auf Nintendo Switch erwerben, sollten die gleiche episodische Struktur, Story-Fortschritte und Charakterinteraktionen erwarten, die auch in anderen Versionen zu finden sind. Der Hauptunterschied liegt in der Präsentation. Explizite visuelle Elemente werden standardmäßig maskiert, ohne die Möglichkeit, diese Maskierung zu entfernen, und eine gemeldete Szene weist im Vergleich zu anderen Plattformen reduzierte Audioelemente auf. Diese Änderungen entfernen keine Inhalte, sondern gestalten, wie diese Inhalte auf Nintendo-Hardware erlebt werden.
Für Spieler, die empfindlich auf visuelle Zensur reagieren, kann dieser Unterschied die Wahl der Plattform beeinflussen. Für andere bleibt das Gesamterlebnis weitgehend konsistent mit Dispatch, wie es anderswo existiert.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Ist Dispatch auf Nintendo Switch zensiert?
Die Switch-Version wendet eine obligatorische visuelle Maskierung auf explizite Bilder an und entfernt die Option, diese zu deaktivieren, aber die Szenen und Story-Inhalte des Spiels bleiben intakt.
Werden Szenen aus der Switch-Version entfernt?
Es werden keine Szenen als entfernt gemeldet. Die Unterschiede beziehen sich darauf, wie bestimmte visuelle Elemente und in einem Fall auch Audio präsentiert werden.
Können Spieler die Zensur auf Nintendo Switch ausschalten?
Nein. Im Gegensatz zu den Versionen für PC und PlayStation 5 enthält die Switch-Edition keinen Schalter zum Deaktivieren der visuellen Maskierung.
Ist die Story auf Nintendo Switch anders?
Die Story, die Episodenstruktur und der Gameplay-Fortschritt sind auf allen Plattformen gleich. Nur die Präsentationselemente unterscheiden sich.
Warum sieht das Artwork im Nintendo eShop anders aus?
Einige Werbe-Artworks erscheinen in bestimmten Regionen konservativer aufgrund von Plattform- oder regionalen Präsentationsstandards, was nicht unbedingt Änderungen am Gameplay widerspiegelt.




