Ein weltweiter Streik mit mindestens 1.200 beteiligten Mitarbeitern fand nach den jüngsten Umstrukturierungsmaßnahmen von Ubisoft statt. Die dreitägige Aktion, die vom 10. bis 12. Februar 2026 dauerte, spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen dem Management des Unternehmens und seinen Mitarbeitern angesichts von Kostensenkungen und operativen Änderungen wider. Die Mehrheit der Teilnehmer war in Frankreich ansässig, mit zusätzlicher Beteiligung in Mailand.
Der Streik folgt auf die Pläne von Ubisoft, die Ende Januar bekannt gegeben wurden und Studio-Schließungen, die Absage von sechs Spielen und Vorschläge zur Reduzierung von bis zu 200 Stellen am Hauptsitz in Paris umfassen. Das Unternehmen plant, die Reduzierung durch das französische Rupture Conventionnelle Collective-Verfahren durchzuführen, das freiwillige Abgänge anstelle von Zwangsentlassungen ermöglicht.
Gewerkschaften kritisieren Rückkehr ins Büro-Mandat
Der Streik wurde teilweise durch den Widerstand der Gewerkschaften gegen Ubisofts Fünf-Tage-Rückkehr-ins-Büro-Politik ausgelöst. Am 28. Januar gaben fünf französische Gewerkschaften eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie die internationale Beteiligung der Mitarbeiter an dem Protest forderten. Gewerkschaftsvertreter sagten, die Mitarbeiter hätten jahrelang minimale oder keine Gehaltserhöhungen erhalten, während sie unter hoher Arbeitsbelastung und ständigem Umstrukturierungsdruck arbeiteten. Marc Rutschlé, ein Vertreter der Gewerkschaft Solidaires Informatique im Pariser Büro, hob hervor, dass Personalreduzierungen stattfinden, obwohl die Mitarbeiter weiterhin unter erheblichem operativem Druck stehen.
Spannungen bezüglich der Arbeitsplatzpolitik sind bei Ubisoft nicht neu. Im September 2024 legten mehr als 700 Mitarbeiter in Frankreich einen dreitägigen Streik wegen desselben Rückkehr-ins-Büro-Mandats ein, was auf eine langfristige Unzufriedenheit mit den Unternehmensrichtlinien zur Fernarbeit hinweist.
Unternehmensrestrukturierung und Marktauswirkungen
Der jüngste Arbeitskampf fällt mit Ubisofts breiteren organisatorischen Veränderungen zusammen. Anfang dieses Jahres hat das Unternehmen seine Entwicklungsteams in genre-fokussierte „Creative Houses“ umstrukturiert, die jeweils die volle finanzielle und kreative Kontrolle haben. Die Mobilfunkaktivitäten wurden unter einem Creative House zusammengefasst, um Management und Entwicklung zu optimieren.
Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund herausfordernder Marktbedingungen. Ubisoft beschäftigt weltweit rund 17.000 Mitarbeiter, und sein Aktienkurs fiel Ende Januar auf seinen niedrigsten Stand seit 15 Jahren, während das Unternehmen eine „große organisatorische, operative und Portfolio-Neuausrichtung“ beschrieb.
Quelle: PocketGamer
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Warum streiken Ubisoft-Mitarbeiter?
Die Mitarbeiter streiken als Reaktion auf die jüngste Umstrukturierung des Unternehmens, die Studio-Schließungen, Spielabsagen, Stellenreduzierungen und eine Fünf-Tage-Rückkehr-ins-Büro-Politik umfasst.
Wie viele Ubisoft-Mitarbeiter sind am Streik beteiligt?
Mindestens 1.200 Mitarbeiter nahmen am ersten Tag des dreitägigen Streiks teil, hauptsächlich in Frankreich mit zusätzlicher Beteiligung in Mailand.
Was ist Ubisofts Rupture Conventionnelle Collective-Verfahren?
Das RCC-Verfahren ermöglicht es dem Unternehmen, Personal durch freiwillige Abgänge statt durch obligatorische Entlassungen zu reduzieren, mit dem Ziel, eine Alternative zu Zwangsentlassungen anzubieten.
Welche Änderungen hat Ubisoft an seiner Organisationsstruktur vorgenommen?
Ubisoft hat seine Geschäftsbereiche in genre-basierte Creative Houses umstrukturiert, die jeweils über unabhängige kreative und finanzielle Kontrolle verfügen. Das Unternehmen hat auch seine Mobilfunkaktivitäten unter einem einzigen Creative House zusammengefasst.
War Ubisoft bereits ähnlichen Arbeitskampfmaßnahmen ausgesetzt?
Ja, im September 2024 legten über 700 Mitarbeiter in Frankreich einen dreitägigen Streik wegen desselben Rückkehr-ins-Büro-Mandats ein.
Wie hat der Markt auf Ubisofts Umstrukturierung reagiert?
Bis Ende Januar 2026 war der Aktienkurs von Ubisoft auf ein 15-Jahres-Tief gefallen, inmitten der großen organisatorischen und Portfolio-Änderungen des Unternehmens.
Wird der Streik Auswirkungen auf die Veröffentlichung von Ubisoft-Spielen haben?
Obwohl der Streik die Entwicklungspläne vorübergehend beeinträchtigen könnte, hat Ubisoft keine unmittelbaren Verzögerungen bei bevorstehenden Spieleveröffentlichungen angekündigt.




