Wie Game File berichtete, präsentierte Ubisoft-CEO Yves Guillemot auf der Paris Games Week ein internes Video, das sich mit der Kritik befasste, die nach der Veröffentlichung des ersten vollständigen Trailers von Assassin’s Creed: Shadows Mitte 2024 aufkam. Die Session gab Einblicke, wie das Unternehmen mit der Kritik von Online-Communities, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Teilen der Gaming-Community umging.
Ubisoft analysiert den Backlash um Assassin’s Creed: Shadows
Der Backlash konzentrierte sich auf die Darstellung eines schwarzen Mannes als Samurai-Co-Protagonisten im Spiel, was die Aufmerksamkeit hochkarätiger Kritiker, darunter Elon Musk, auf sich zog. Laut Guillemot wurde Ubisoft von der Intensität der Reaktion zunächst überrascht. Das Unternehmen reagierte, indem es das Spiel verzögerte, seine Präsentation verfeinerte und sich darauf konzentrierte, die Verbindungen zu seiner bestehenden Fanbase zu stärken.
Das während des Events gezeigte Video, das etwas mehr als drei Minuten dauerte, betonte die Notwendigkeit, sich von der direkten Reaktion auf Kritiker abzuwenden. „Wir mussten aufhören, uns auf diejenigen zu konzentrieren, die uns hassten. Wir mussten anfangen, unsere Verbündeten zu mobilisieren“, erklärte der Erzähler. Guillemot wiederholte diese Ansicht in seinen Ausführungen und betonte, dass das Ziel sei, das Spiel selbst hervorzuheben, anstatt eine ideologische Aussage zu treffen. Er sagte: „Es war ein Kampf mit unseren Fans, um zu zeigen, dass wir tatsächlich mehr ein Videospiel als eine Botschaft waren.“
Ein seltener Einblick in Ubisofts interne Strategie
Guillemots Präsentation war unerwartet in ihrem Fokus. Während die offizielle Eventbeschreibung Diskussionen über technologische Innovationen, Live-Game-Welten, KI-gesteuerte NPCs und VR-Potenzial suggerierte, begann die Session mit der Shadows-Kontroverse. Dieser Ansatz bot den Teilnehmern einen ungewöhnlichen Einblick, wie eines der größten Spieleunternehmen der Welt sowohl öffentliche Kritik als auch interne Entscheidungsfindung navigiert.
Das Video wurde hauptsächlich auf Englisch produziert, was Ubisoft zufolge eine interne Verbreitung unter der globalen Belegschaft ermöglichen könnte. Derzeit gibt es keine Pläne, das Video öffentlich zu veröffentlichen. Der Inhalt gibt einen Einblick in Ubisofts Strategie, die öffentliche Wahrnehmung zu steuern und gleichzeitig die Fan-Bindung für eines seiner Flaggschiff-Franchises aufrechtzuerhalten.
Ubisofts Fokus auf Fans statt Kritiker
Die Reaktion auf Assassin’s Creed: Shadows spiegelt eine breitere Verschiebung in der Art und Weise wider, wie Ubisoft Kontroversen handhabt. Durch die Verzögerung des Spiels und die Konzentration auf die Fan-Unterstützung wollte das Unternehmen sicherstellen, dass die Kritik den Inhalt des Spiels oder seine Rezeption durch treue Spieler nicht überschattet. Guillemot betonte, dass die Priorität des Unternehmens darin bestand, das Spiel als ein vollständiges Unterhaltungserlebnis darzustellen und nicht als eine Aussage zu sozialen oder kulturellen Themen.
Ausblick: Ubisoft und aufkommende Technologien
Neben der Diskussion über Shadows sprach Guillemot auch über bevorstehende technologische Entwicklungen für Ubisoft-Titel. Themen waren KI-gesteuertes NPC-Verhalten, immersive Live-Game-Welten und das Potenzial von VR-Erlebnissen, insbesondere wenn die Anforderungen an Headsets reduziert werden können. Obwohl diese Diskussionen aus früheren Ubisoft-Präsentationen bekannt waren, rahmten sie die Shadows-Situation in den breiteren Kontext der strategischen Ausrichtung des Unternehmens ein.
Quelle: Game File
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
F: Warum gab es einen Backlash gegen Assassin’s Creed: Shadows?
A: Das Spiel erntete Kritik, nachdem der erste vollständige Trailer einen schwarzen Mann als Samurai-Co-Protagonisten zeigte, was zu Kontroversen in den sozialen Medien und Kommentaren von hochrangigen Persönlichkeiten führte.
F: Wie reagierte Ubisoft auf den Backlash?
A: Ubisoft verzögerte das Spiel, überarbeitete seinen Inhalt und konzentrierte sich auf die Einbindung seiner Fanbase, wobei die Qualität des Spiels über die direkte Reaktion auf Kritiker gestellt wurde.
F: Wurde das interne Video öffentlich gezeigt?
A: Nein. Das 184-sekündige Video wurde hauptsächlich auf der Paris Games Week gezeigt und könnte intern verbreitet werden, aber Ubisoft hat derzeit keine Pläne, es auf öffentlichen Kanälen zu veröffentlichen.
F: Was war die Hauptbotschaft von Ubisofts internem Video?
A: Das Video betonte, dass Ubisoft den Fokus von Kritikern auf Fans verlagern müsse, die das Spiel unterstützen könnten, und hob hervor, dass die Priorität darin bestand, Shadows als Videospiel und nicht als ideologische Aussage darzustellen.
F: Hat Guillemot während der Session andere Themen besprochen?
A: Ja, Guillemot sprach auch über technologische Entwicklungen wie KI-gesteuerte NPCs, immersive Live-Game-Welten und das VR-Potenzial. Diese Diskussionen folgten dem Segment zur Shadows-Kontroverse.




