Die European Games Developer Federation (EGDF) hat ihre strategischen Prioritäten für 2026 veröffentlicht und fordert europäische Studios und politische Entscheidungsträger auf, einen zukunftsorientierten Ansatz zu verfolgen. Die Föderation betonte, dass die Spieleindustrie der Region über das kurzfristige Überleben hinausgehen und sich auf globale Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und nachhaltiges Wachstum konzentrieren sollte.
EGDF-Präsident Hendrik Lesser hob die Rolle von Spielen als mehr als nur Unterhaltung hervor und beschrieb sie als kulturelles und technologisches Kapital für Europa. Er sagte, dass die Unterstützung von Entwicklern, die Gewährleistung fairer Marktbedingungen und der Schutz der Fähigkeit, authentische europäische Geschichten zu erzählen, entscheidende Schritte zur Stärkung der Branche seien. Lesser räumte auch anhaltende Herausforderungen ein, darunter reduzierte öffentliche Mittel, Währungsschwankungen und geopolitische Unsicherheit, merkte jedoch an, dass europäische Entwickler weiterhin Widerstandsfähigkeit und Unternehmergeist zeigten.
Menschlich geführte KI in der Spieleentwicklung
Die Föderation befasste sich mit der wachsenden Präsenz von KI-Tools in der Spieleentwicklung, die von der Codierungsunterstützung bis zur Content-Generierung und Workflow-Optimierung reichen. Während die Vorteile von KI anerkannt wurden, betonte die EGDF, dass menschliche Aufsicht und kreative Leitung zentral bleiben müssen. Lesser argumentierte, dass KI Entwickler unterstützen und nicht ersetzen sollte, und warnte, dass die Entfernung von Einstiegstätigkeiten die Möglichkeiten für zukünftige Branchenführer einschränken könnte. Die Aufrechterhaltung der menschlichen Beteiligung sei entscheidend für die Aufrechterhaltung von Talent-Pipelines und die Förderung von Innovationen in europäischen Studios.
Faire Marktpraktiken und wirtschaftliche Stabilität
Die EGDF forderte auch faire Marktbedingungen zur Unterstützung des langfristigen Wachstums. Lesser wies auf Bedenken hinsichtlich der Zahlungsmodalitäten von Plattformen hin, die Einnahmen von europäischen Spielern in US-Dollar umrechnen, was lokale Studios Währungsverlusten aussetzt. Die Föderation hob hervor, dass fragmentierte Verbrauchervorschriften kleinere Studios unverhältnismäßig stark beeinträchtigen könnten, was die Notwendigkeit kohärenter Richtlinien unterstreicht, die es europäischen Entwicklern ermöglichen, global ohne unnötige wirtschaftliche Nachteile zu konkurrieren.
Bewahrung europäischer Kreativität und Souveränität
Ein weiterer Schwerpunkt der EGDF im Jahr 2026 ist die Stärkung der kulturellen und technologischen Souveränität Europas. Lesser ermutigte zu Investitionen in lokale Infrastrukturen und Initiativen, die authentisches europäisches Storytelling unterstützen. Er betonte die Bedeutung der Teilnahme an regulatorischen Diskussionen, um Richtlinien zu gestalten, die europäische Werte und Ansätze widerspiegeln. Laut Lesser ist der Schutz dieser Qualitäten nicht nur eine Frage der Kultur, sondern hilft auch, Talente aus aller Welt für die europäische Spieleindustrie zu gewinnen.
Abschließend rief er zur Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Handelsverbänden und politischen Entscheidungsträgern auf, um die Zukunft der Branche zu sichern, und betonte, dass gemeinsame Anstrengungen für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und die Förderung nachhaltigen Wachstums von entscheidender Bedeutung seien.
Quelle: PocketGamer
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist die EGDF?
Die European Games Developer Federation (EGDF) ist eine Organisation, die Spieleentwickler in ganz Europa vertritt. Sie setzt sich für die Unterstützung der Branche durch Interessenvertretung, Politikberatung und die Förderung von Best Practices ein.
Was sind die Prioritäten der EGDF für 2026?
Die EGDF konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: die Aufrechterhaltung menschlich geführter KI in der Entwicklung, die Gewährleistung fairer Marktbedingungen und die Stärkung der kulturellen und technologischen Souveränität Europas.
Warum ist menschlich geführte KI für die Spieleentwicklung wichtig?
Die EGDF betont, dass KI Entwickler unterstützen und nicht ersetzen sollte. Menschliche kreative Leitung gewährleistet Innovation, bewahrt die Talent-Pipeline und ermöglicht es Studios, unverwechselbare Inhalte zu produzieren.
Welchen Herausforderungen stehen europäische Spiele-Studios gegenüber?
Studios sehen sich mit reduzierten öffentlichen Mitteln, Währungsschwankungen, fragmentierten Vorschriften und Wettbewerb aus größeren Märkten wie den USA und China konfrontiert. Die EGDF fordert Richtlinien, die diese Probleme abmildern.
Wie schlägt die EGDF vor, die europäische Spielesouveränität zu stärken?
Die Föderation ermutigt zu Investitionen in lokale Infrastrukturen, zur Unterstützung authentischen europäischen Storytellings und zur Beteiligung an regulatorischen Diskussionen, um Richtlinien zu gestalten, die mit europäischen Werten und Branchenbedürfnissen übereinstimmen.
Wie können sich europäische Entwickler engagieren?
Entwickler werden ermutigt, sich an EGDF-Initiativen zu beteiligen, mit Handelsverbänden zusammenzuarbeiten und sich an regulatorischen Diskussionen zu beteiligen, um eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Branchenlandschaft zu gestalten.




