Brainrot Is Out. Meaning Is In.

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Das Engagement in sozialen Medien sinkt erstmals. Jüngere Nutzer treiben den Wandel zu Slow Media, privaten Gemeinschaften und bedeutungsvollen digitalen Räumen voran.

Eliza Crichton-Stuart

Eliza Crichton-Stuart

Aktualisiert Jan 9, 2026

Brainrot Is Out. Meaning Is In.

Greg Isenberg, CEO von Late Checkout, veröffentlichte kürzlich eine Analyse, die eine bemerkenswerte Veränderung in der Online-Zeitnutzung der Menschen aufzeigt. Unter Bezugnahme auf aktuelle Daten der Financial Times und GWI wies er darauf hin, dass die Nutzung sozialer Medien zum ersten Mal seit ihrem Aufstieg vor zwei Jahrzehnten zurückgeht. Besonders interessant ist, dass der Rückgang von jüngeren Generationen angeführt wird – Menschen, die mit sozialen Plattformen aufgewachsen sind, sich aber nun von ihnen abwenden.

Diese Gruppe hat die gesamte Entwicklung der sozialen Medien miterlebt – von ihrem frühen Versprechen der Verbindung bis zu ihrem aktuellen Zustand ständiger Interaktion und algorithmischem Rauschen. Viele haben erkannt, dass das endlose Scrollen nicht unbedingt zu Glück oder klügerem Denken führt. Stattdessen fühlen sich Nutzer oft ausgelaugt und distanziert.

Brainrot Is Out. Meaning Is In.

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KI-Content-Müdigkeit beschleunigt den Trend

Isenberg führt einen Teil dieses Rückgangs auf das zurück, was er „KI-Schrott“ nennt, und bezieht sich dabei auf die wachsende Präsenz repetitiver und künstlicher Inhalte auf sozialen Plattformen. Feeds, gefüllt mit identischen Stimmen, synthetischen Gesichtern und recycelten Ideen, haben viele Nutzer das Interesse verlieren lassen. Der Effekt ist eine Art „Fabrikgeruch“, der der Online-Interaktion ihre Authentizität nimmt.

Für viele signalisiert diese Verschiebung das Ende einer bestimmten Ära der Internetkultur – jener, die von Engagement-Metriken und aufmerksamkeitsstarken Algorithmen angetrieben wurde. Nutzer suchen nun nach Erlebnissen, die bewusster, authentischer und stärker mit dem realen Leben verbunden sind.

Vom endlosen Scrollen zu Slow Media

Der Rückgang des Social-Media-Engagements bedeutet nicht, dass die Menschen das Internet aufgeben. Stattdessen verlagert sich die Aufmerksamkeit auf „Slow Media“ – Formate, die Qualität über Quantität stellen. Dazu gehören serialisierte Inhalte, Long-Form-Newsletter und andere Erlebnisse, die bewusst und nicht gedankenlos konsumiert werden sollen.

Isenberg prognostiziert auch den Aufstieg kleinerer, fokussierterer Online-Räume. Diese privaten Gruppen funktionieren oft wie Clubs, mit Bewerbungsverfahren oder gemeinsamen Ritualen, die Vertrauen unter den Mitgliedern aufbauen. Es gibt auch ein wachsendes Interesse an Communities und Marken, die über den Bildschirm hinausgehen, reale Events veranstalten und Offline-Verbindungen fördern.

Die nächste Welle von Online-Plattformen könnte KI nicht zur Maximierung des Engagements nutzen, sondern um sinnvolle Erlebnisse zu organisieren. Er glaubt, dass diese Verschiebung eine langjährige Internet-Annahme bricht – dass mehr Engagement automatisch mehr Wert bedeutet.

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Die Zukunft der Online-Verbindung

Der Rückgang der Social-Media-Nutzung markiert einen wichtigen Wendepunkt für die digitale Kultur. Jüngere Nutzer wenden sich von algorithmischen Feeds ab und bevorzugen kuratierte, authentische Erlebnisse, die Zugehörigkeit und Sinnhaftigkeit fördern. Isenberg argumentiert, dass dieser Trend schließlich auch ältere Generationen erreichen wird, da sie in den nächsten Jahren ähnliche Gewohnheiten annehmen werden.

Für Kreative und Unternehmen eröffnet dieser Wandel neue Möglichkeiten, Plattformen und Communities zu gestalten, die Tiefe, Identität und echte Verbindung schätzen. Ob durch Web3-Innovationen, lokale Treffen oder kostenpflichtige Mitgliedschafts-Communities, die Zukunft des Online-Engagements scheint eher auf Authentizität als auf Aufmerksamkeit zu setzen.

Wie Isenberg in seinem Post zusammenfasste: „Brainrot ist out. Meaning ist in.“

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was meint Greg Isenberg mit „Brainrot ist out“? „Brainrot“ bezieht sich auf die Überstimulation und den passiven Konsum, der durch endloses Scrollen in sozialen Medien entsteht. Isenbergs Aussage deutet darauf hin, dass Nutzer sich von diesem Verhalten abwenden und stattdessen eine sinnvolle, durchdachte Online-Interaktion bevorzugen.

Warum geht die Nutzung sozialer Medien zurück? Aktuelle Daten zeigen, dass die Nutzung sozialer Medien zum ersten Mal in der Geschichte zurückgeht. Jüngere Nutzer führen diesen Rückgang an, da sie algorithmusgesteuerte Inhalte und repetitive KI-generierte Posts leid sind.

Was ist „Slow Media“? Slow Media bezieht sich auf Inhalte, die einen bewussten, fokussierten Konsum fördern – wie Newsletter, serialisierte Updates oder Community-Diskussionen. Es ist eine Reaktion auf die schnelle, oberflächliche Natur der meisten modernen Feeds.

Wie wirkt sich KI auf diese Verschiebung aus? KI-generierte Inhalte haben zu dem beigetragen, was Isenberg „KI-Schrott“ nennt, oder dem Gefühl, dass vieles, was Nutzer online sehen, künstlich und repetitiv wirkt. In Zukunft könnte KI immer noch eine Rolle spielen – aber eher als Werkzeug zur Informationsorganisation denn zur Engagement-Optimierung.

Welche Chancen ergeben sich aus diesem Trend für neue Unternehmen? Isenberg glaubt, dass die nächsten großen digitalen Unternehmen sich darauf konzentrieren werden, Räume zu schaffen, die echte Verbindung und Vertrauen fördern. Dazu könnten verifizierte Creator-Plattformen, kostenpflichtige Communities oder Web3-basierte Identitätssysteme gehören, die Authentizität über Reichweite stellen.

Lehrreich, Berichte, G3

aktualisiert

January 9th 2026

veröffentlicht

January 9th 2026

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